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Privatkredite

Wenn Privatpersonen zu Kreditgebern werden

Privatkredite können eine angenehme Art der schnellen Finanzierung sein. Wie solche Kredite funktionieren und wie Sie auch außerhalb Ihres Verwandten- und Bekanntenkreises an Privatkredite kommen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Harald Greber

Harald Greber

Finanzexperte

Zwei Arten von Privatkrediten

Zu Beginn möchten wir gleich klarstellen, dass wir bei Privatkrediten in diesem Beitrag von Krediten zwischen zwei Privatpersonen sprechen. Denn grundsätzlich wird der Begriff Privatkredit für zwei Kreditarten verwendet:

  • Kredit von Banken an Privatpersonen: Diese Art von Privatkredit wird häufig auch Konsum- oder Ratenkredit genannt, da diese fĂĽr größere Konsumausgaben wie Autos oder Elektronik genutzt werden. Die Bonitätsanforderungen sind hier hoch.
  • Privatkredit von Privatpersonen: Hier verleiht eine Privatperson einer anderen Privatperson Geld. Diese Form findet man vor allem im Verwandten- und Bekanntenkreis. Es gibt mittlerweile aber auch Plattformen, die solche Kredite vergeben.
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Privatkredit zwischen Verwandten und Freunden

Diese Alternative erlaubt es Privatpersonen, sich von Verwandten und Bekannten Geld zu leihen. Wenn das persönliche Vertrauen stimmt, dann fällt meist auch die Bonitätsprüfung aus.

Wichtig ist trotzdem, dass man sich zu einem Kredit von Freunden und Familie professionell beraten lässt. Ein schriftlicher Kreditvertrag, indem Zinsen, Rückzahlung, Laufzeit und Kreditsumme festgehalten werden, sollte ebenfalls abgeschlossen werden.

Was Sie bei einem Privatkredit aber nicht vergessen dürfen, ist das Thema Steuern. Die Zinserträge des Kreditgebers unterliegen der Kapitalertragssteuer. Bei zinslosen oder sehr niedrig verzinsten Darlehen kann auch eine Schenkungssteuer anfallen.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Schnelle und unkomplizierte Abwicklung
  • Keine BearbeitungsgebĂĽhren der Bank
  • Meist niedrigere Zinsen
  • Oft keine BonitätsprĂĽfung

Nachteile:

  • Schnelle Streitigkeiten gerade bei hohen Summen
  • Oftmals ist die rechtliche Situation nicht ausreichend geregelt
  • Weniger Schutz fĂĽr Kreditnehmer als auch Keditgeber als bei Bankkrediten

Kredit von Privat an Privat: Online-Plattformen

Es gibt inzwischen auch viele Plattformen, die online Kredite zwischen Privatpersonen vermitteln („Peer-to-Peer-Kredite“). Wenn Sie Geld benötigen, können Sie somit auf dementsprechenden Plattformen nach Privatpersonen suchen, die Ihnen einen Kredit gewähren. Oft wird das Geld von mehreren Kreditgebern aus kleinen Beträgen zusammengesetzt, was auch „Crowdlending“ genannt wird.

Was Sie bei Privatkrediten beachten sollten

Einen Kredit mit einer Privatperson abzuschlieĂźen, ist immer riskant. Denn im Gegensatz zur Bank mĂĽssen sich private Kreditgeber nicht an die Verbraucherschutzvorschriften halten. Darum ist es wichtig, dass Sie folgende Punkte beachten:

  • Professionelle Beratung: Lassen Sie sich von einem Profi beraten. Dieser kann Ihnen noch einmal alle wichtigen Aspekte eines Privatkredits zeigen. Zudem kann er Sie auch dazu beraten, ob ein Privatkredit der Bank in Ihrem Fall nicht sogar vorteilhafter wäre.
  • VertrauenswĂĽrdigkeit ĂĽberprĂĽfen: Gerade bei Krediten ĂĽber Online-Plattformen sollten Sie nach Erfahrungsberichten und Bewertungen suchen. Finden Sie keine Informationen oder Bewertungen zu einer Plattform, lassen Sie lieber die Finger davon.
  • Vertrag abschlieĂźen: Sowohl fĂĽr Sie als Kreditnehmer als auch fĂĽr den Kreditgeber ist ein schriftlicher Vertrag eine wichtige Absicherung. Unterschreiben Sie aber nicht den erstbesten Vertrag, den man Ihnen vorlegt. Gerade bei den Privatkrediten von Online-Plattformen sollten Sie alle Bedingungen und Regelungen genau ĂĽberprĂĽfen, damit Sie auch wissen, worauf Sie sich einlassen.