Versicherungen optimieren

Good bye hohe Prämien!

Die Vielfalt an Versicherungsprodukten ist kaum mehr überschaubar. Jede Kleinigkeit kann versichert werden. Deshalb erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihre Versicherungsverträge optimieren, die monatliche Prämien reduzieren und günstige Versicherungsangebote finden können.

Maria Lamberg

Maria Lamberg

Versicherungsberaterin & Finanzexpertin

Kostenfalle Versicherung

Wir schließen Versicherungen ab, um Schäden und Ereignisse in Zukunft abzusichern. Abgesichert werden Krankheiten, Unfälle, Schachschäden und noch vieles mehr.

Eine wichtige Gemeinsamkeit haben alle Versicherungen in den verschiedenen Bereichen: Jeder Versicherte hofft, dass das versicherte Ereignis nie eintritt. Genau mit dieser Angst verdienen die Versicherungen ihr Geld.

Das Ziel eines Versicherungsunternehmens

Die Summe aller Versicherten müssen mehr in eine Versicherung einbezahlen, als schlussendlich an Schadensprämien an einzelne ausgeschüttet werden. So soll es ja auch sein, ansonsten würde das Versicherungsunternehmen ja auch kein Gewinn erzielen und zwangsläufig „pleite“ gehen.

Aus diesem Gurnd, muss Ihnen ein Versicherungsunternehmen unwahrscheinliche Schadensfälle, als wahrscheinlich verkaufen. Es zielt auf Ihre Angst ab, im Schadensfall nicht abgesichert zu sein.

Wenn man so will, ist jede Versicherung eine Wette: „Die Versicherung wettet darauf, dass Ihnen nichts geschieht – Sie wetten darauf, dass Ihnen etwas geschieht.“

Theorethisch total fair – ABER

Die meisten Kunden kaufen eine Versicherung aufgrund der Angst vor einem Schadensfall und nicht aufgrund der Wahrscheinlichkeit des Schadensfall. Das hat Ihnen ein Versicherungsunternehmen voraus. Es berechnet die Wahrscheinlichkeiten eines Schadensfalls und passt die Prämie je nachdem an.

Natürlich ist es schlimm, wenn Ihnen ein Hagelbrocken auf den Kopf fällt und Sie nicht mehr arbeiten können. Doch wie oft kommt genau dieser Fall so vor und benötigt es deswegen gleich eine eigene Versicherung?

Versicherungen werden dann zur Kostenfalle, wenn Angst überbewertet und Rationalität (wie wahrscheinlich ist etwas) unterbewertet wird. 

Das Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten

Beispiel – Wahrscheinlichkeit eines Auto Sachschadens

  • Deutschlandweit gab es im Jahr 2014 laut Kraftfahrtbundesamt 42,9 Millionen Pkws.
  • Im selben Zeitraum verzeichnete das Statistische Bundesamt rund 2.1 Millionen polizeilich erfasste Unfälle mit Sachschaden.
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Pkws in einem Unfall mit Sachschade involviert zu sein, betrug somit ca. fünf Prozent (natürlich ist mir bewusst, dass diese Zahl voraussetzt, dass genau ein Auto in einen Unfall involviert ist und andere Faktoren nicht berücksichtigt sind – als Beispiel ist es aber auf alle Fälle ausreichend).

Somit müssen die Versicherungen nur für jeden zwanzigsten Autobesitzer einen Schadensfall begleichen.

  1. Gehen wir nun von einer Schadenssumme von 10.000 Euro aus.
  2. Eine Vollkaskoversicherung kostet zum Beispiel 2.500 Euro pro Jahr.
  3. Die Versicherung nimmt somit bei zwanzig Versicherungsnehmern eine Prämie von 50.000 Euro ein.
  4. Dem gegenüber steht eine Schadenssumme von 10.000 Euro.

Die Versicherung erwirtschaftet somit einen Gewinn von 40.000 Euro.

Würde man die Unfälle nach der Regel der Statistik erfolgen lassen, hätte dies ein interessantes Ergebnis zur Folge:
Jeder der zwanzig Versicherungsnehmer würde nun verteilt auf zwanzig Jahre in irgendeinem Jahr einen Unfall haben.

Somit wäre es theoretisch sinnvoller, wenn jeder Autobesitzer sich nicht versichern und die Unfallkosten für diesen Unfall selbst zu tragen würde. Auf zwanzig Jahre würde sich der Autobesitzer nach Abzug der Unfallkosten 40.000 Euro einsparen.

Nun folgen Unfälle nicht einer statistischen Regel und die finanziellen Folgen sind nicht so leicht kalkulierbar. Trotzdem veranschaluicht dieses Beispiel, dass es auch sinnvoll sein kann nicht jeden Schadensfall abzusichern.

Die Wahrscheinlichkeit und die Haftung

Versicherungen kalkulieren mit Wahrscheinlichkeiten. Ist bei einem Fall die Eintrittswahrscheinlichkeit zu hoch, wird eine Klausel im Vertrag mit eingebunden, welche die Haftung ausschließt. So gibt es bei Fahrradversicherungen teilweise eine Haftungsbeschränkung, wenn das Fahrrad zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr gestohlen wird. Diese Klausel ist ausschließlich zum Nachteil der Kunden, denn meist werden Fahrräder in diesem Zeitraum gestohlen. Diese Strategie dient dazu, den Kunden dazu zu bewegen, eine 24 Stunden Vollkaskoversicherung für den doppelten Preis abzuschließen.

Achten Sie in solchen Fällen immer genau darauf, was wie versichert ist. Genau bei solchen Beispielen macht es teilweise keinen Sinn, keine Versicherung abzuschließen. Den entweder versichern Sie nur bedingt das Risiko oder die Versicherung ist so teuer, dass Sie sich nach 3 Jahren ein neues Fahrrad von der ersparten Versicherungsprämie kaufen könnten.

Wie Sie Ihre Versicherungen optimieren

Versicherungen zu optimieren bedeutet, zu bewerten was Sie wirklich an Absicherung benötigen, welche Versicherungen Sie aktuell besitzen und wo Sie sich zukünftig noch absichern sollten.

Unser Partner „Durchblicker“ bietet zur Optimierung von Versicherungen einen kostenlosen Online-Check an. Sie erfahren, welche Verisicherungen Ihnen die Durchblicker Experten empfhelen oder auch nicht empfehlen. Mit nur wenigen Klicks können Sie auch gleich ein Angebot oder Wechselangebot für eine Versicherung anfordern. 

 

Jetzt Versicherungen online optimieren
Beispielergebnis

Ich konnte durch das „Ausmisten“ meiner Versicherungen (Unnütze kündigen, Überversicherungen abbauen und bei den rechtlichen Versicherungen bessere Angebote suchen) im Monat rund 150 Euro einsparen. Dieser Betrag überweise ich nun jeden Monat auf ein Veranlagungskonto. Im Extremfall kann ich unbürokratisch darauf zugreifen.

Nathan Behrendt

Umschuldungsexperte & Redakteur

Versicherung richtig wählen & vergleichen

Denken Sie als erstes darüber nach, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Versicherungsfall eintritt. Haben Sie einen Dauerstreit mit dem Nachbar ist es besser, eine umfangreiche private Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

Sind Sie überdurchschnittlich viel mit dem Auto unterwegs oder auf Straßen, welche ein höheres Unfallrisiko bergen, macht es Sinn, hier den ein oder anderen Euro mehr in die Hand zu nehmen. Versuchen Sie herauszufinden, wo wirklich ein Risiko besteht. Achten Sie auf die Regelungen mit dem Selbstbehalt. Denn oft kann ein kleiner Selbstbehalt günstiger sein als ein Versicherungsangebot, das alles ohne Selbstbehalt in einer „Flatrate“ abdeckt. Mehr über die Fehleinschätzung zu Flatrates erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Versicherungen vergleichen

Versicherungen bauen Ihre Modelle meist so auf, dass Sie nur schwer mit Versicherungsprodukten der Konkurrenz vergleichbar sind. Durch unterschiedliche Vorteilspakete möchten sich die Versicherungen voneinander differenzieren und dem Kunden den Vergleich schwer machen. Es gibt meist dann eine Light, Normal und Premium Variante. Letztere bildet zwar alle Vorteile ab, ist aber dafür doppelt so teuer.

Das Diese „Packete Strategie“ beruht auf Verkaufspsychologie. Lassen Sie sich nicht verunsichern.

Beachten Sie am besten bei der Auswahl von Versicherungen folgende Punkte:

  • Zweckmäßig – Eine Versicherung soll nur absichern nicht im Schadensfall Sie zum Millionär machen
  • Angemessen – Eine Versicherung soll ein angemessenes Preis–Leistung-Verhältnis bieten
  • Sinnvoll – nicht alles muss versichert werden – schaffen Sie sich lieber mit eingesparten Versicherungsbeträgen ein finanzielles Polster

Wenn Sie diese Punkte bei der Bewertung von Versicherungstarifen und Produkten anwenden, können Sie so wie ich bei ähnlicher Leistung viel Geld monatlich sparen. Gehen Sie strategisch vor und investieren Sie etwas Arbeit. Es wird sich lohnen.

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