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Kreditsicherheiten in Österreich

Ihre Möglichkeiten

Wir wissen, welche Kreditbesicherung in welchen Fällen zum Einsatz kommen. Erfahren Sie in unserem Beitrag, welche es gibt und wie diese funktionieren.

Harald Greber

Harald Greber

Finanzexperte

Warum Kreditsicherheiten?

Eine Bank oder ein Kreditinstitut vergibt in der Regeln nur dann Kredite, wenn diese vom Kreditnehmer auch beglichen werden können. Damit die Bank auch dann abgesichert ist, wenn Sie als Kreditnehmer nicht mehr zahlungsfähig sind, müssen Sie im Vorfeld gewissen Kreditsicherheiten hinterlegen. Kreditsicherheiten können unterschiedliche Formen haben. Von einer Hypothek bis zur Bürgschaft.

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Formen von Kreditsicherheiten

Grundlegend gibt es 4 Kreditsicherheiten. Die Hypothek, die Bürgschaft, die Gehaltsverpfändung und Versicherungen.

Die Hypothek

Wenn Sie eine Immobilie finanzieren möchten, dann wird in der Regel die Liegenschaft als Pfand für die Kreditrückzahlung hinterlegt. Dies wird im Grundbuch als Hypothek eingetragen. Wenn Sie in Zahlungsverzug geraten, kann die Bank die offenen Kreditforderungen wieder einholen. Dafür wird Ihre Immobilie im schlimmsten Fall versteigert und der Erlös dient der Bank zum Ausgleich der Forderungen.

Dabei gibt es aber einen Unterschied zwischen der Rangordnung der Forderungen im Grundbuch. Bei der Versteigerung Ihrer Immobilie wird mit dem Erlös zuerst die Forderung im ersten Rang (meist das Landgeld bzw. die Wohnbauförderung) beglichen und anschließend die Forderung im zweiten Rang. Es kann also sein, dass eine Hypothek im zweiten Rang durch den Rest des Erlöses nicht voll beglichen wird. Die meisten Kreditinstitute fordern daher eine Eintragung im ersten Rang.

Die Lohn- oder Gehaltsverpfändung

Die Gehaltsverpfändung ist eines der wichtigsten Sicherungsmittel für Banken. Diese Form wird in fast jedem Kreditvertrag mit Privatpersonen vereinbart. Durch diese Vereinbarung erhält die Bank als Kreditgeber das Recht, bei Zahlungsverzug auf Ihre Lohn- oder Gehaltsansprüche zurückzugreifen. Hier wird wie bei einer gerichtlichen Gehaltsexekution, das Existenzminium für den Kreditnehmer auf dieselbe Weise berechnet.

Die Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich eine andere Person dazu, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit die fremden Schulden zu übernehmen.

Einfach erklärt: Sie sind Bürge für Ihren Bruder. Dieser kann nun seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Nun kann die Bank die Schulden Ihres Bruders bei Ihnen einfordern. Diese Form wird meist nur dann gefordert, wenn der Kreditnehmer sonst zu wenige Sicherheiten vorweisen kann.

Es gibt aber unterschiedliche Formen der Bürgschaft:

  • Solidarische Bürgschaft: Diese Form der Bürgschaft fordern die meisten Kreditinstitute. Dabei kann die Bank selbst entscheiden, wen Sie bei Zahlungsverzug belangt. Kommt es zu Verzug, kann die Bank den Kreditnehmer, den Bürgen oder beide zugleich zur Zahlung in Anspruch nehmen.
  • „normale“ Bürgschaft: Hierbei wird der Bürge erst dann belangt, wenn der Hauptschuldner erfolglos gemahnt wurde. Dabei muss zwischen der Mahnung und der Inanspruchnahme des Bürgen eine angemessene Zeit liegen.
  • Ausfallbürgschaft: Dies ist die „mildeste“ bzw. für den Bürgen beste Form. Zuerst muss die Bank die Schulden beim Kreditnehmer einklagen und eine Exekution durchführen, bevor der Bürge belangt werden darf.
Bürgschaft Risiko

Versicherungen

Diese Versicherungen dienen speziell zur Absicherung gegen das Vorzeitige Ableben des Kreditnehmers. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen Versicherungsschutz gegen das Ableben als Kreditsicherheit zu nutzen.

Kreditrestschuld-

versicherung

Bei einer Kreditrestschuldversicherung wird im Falle Ihres Ablebens Ihr offener Kredit von der Versicherung beglichen. Oft ist dies die günstigste Form der Absicherung. Jedoch nur bei kleineren Kreditbeträgen. Es empfiehlt also allenfalls mehrere Angebote von unterschiedlichen Ablebensversicherungen vergleichen.

Ablebensversicherung

Hierbei schließen Sie eine Risikolebensversicherung mit einer bestimmten Versicherungssumme, mit einer Laufzeit von beispielsweise 20 Jahren ab. Im Falle Ihres Ablebens wird der offene Kreditbetrag von der Versicherung beglichen. Der Restbetrag der Versicherungssumme geht an die Begünstigten.

Erlebensversicherung

Bei der Erlebensversicherung werden die einbezahlten Prämien von der Versicherung veranlagt und am Ende der Laufzeit ausbezahlt. Die Auszahlung kann sowohl als Rente oder auch als Einmalzahlung erfolgen.

Sollte der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Versicherungsdauer sterben, erhält, wenn die Bank die Erlebensversicherung als Kreditsicherheit gefordert hat, diese die eingezahlten Prämien sowie die bis dahin entstandene Gewinnbeteiligung.

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